Wind – Etappe 2 (Teil 2)

Wind – Etappe 2 (Teil 2)

Wie verhält sich der Schwerpunkt entlang der Zentralachse?
Ist die Zentralachse gerade liegt der Schwerpunkt in der Mitte (weisser Bereich).
Kippen wir die Achse, dehnt sich der Schwerpunkt nach oben und unten aus (grün-gelb),
bis wir einen 45° Winkel erreicht haben. Während dieses Winkels befindet sich der Schwerpunkt an den äusseren Enden der Zentralachse (roter Bereich).
Senken wir die Achse weiter, bis die Horizontale erreicht wird (weitere 45° Neigung),
befindet sich der Schwerpunkt erneut im Zentrum. Auf diesem Weg zieht sich die Gewichtsverlagerung wieder zusammen.
Massgeben für das Gleichgewicht sind die äusseren Bereiche der Schwerpunktausdehnung.
Gelangen diese aus dem Lot, lässt sich die Zentralachse nicht mehr aufrecht halten.

a

 

Wir unterscheiden verschiedene Formen des Werfens:

b

c

Wie lautet das taktisches Vorgehen im Element Wind?

Annehmen – Loslassen – Entfernen

Annehmen

Wenn kräfte auf uns einwirken, halten wir von Natur aus dagegen.
Beim Gegenhalten ensteht ein konstanter Druck oder Zug.
Geben wir Gegendruck, baut sich die Kraft in den Beinen auf und
die Arme werden starr. Dazu ist die Zentralachse nach vorne geneigt,
um einen hohen Schwerpunkt vorne zu erhalten.
Ziehen wir zeitgleich, stemmen sich die Beine gegen den Boden
und die Haltung wird nach hinten verlagert, um einen tiefen
Schwerpunkt vorne zu erzeugen.
Beim Annehmen wollen wir nicht Kraft gegen Kraft wirken lassen,
wir wollen uns die Anstrengung des anderen zu Nutze machen!
Werden wir also gezogen, so sei es, dann gehen wir einen Schritt
vorwärts. Geraten wir in Bedrängnis, erkenne woher die Kraft wirkt
und auf welchem Weg du die Kontrolle der enstehenden Fliehkräfte
erlangst. Lasst die Dinge ihren Weg gehen, nimm an was kommt
-> lass los was geht…

Loslassen

Wir ziehen in entgegengesetzter Richtung an einem Seil. Geht eine
Partei plötzlich einen Schritt vor, fällt die andere wie ein Kartenhaus
zusammen.

Wird Druck ausgeübt und wir weichen aus, sackt dieser in sich ein und
der viel zu hohe Schwerpunkt bringt die Achse aus dem Gleichgewicht.
Viel zu oft halten wir an Dingen fest die längst vergangen sind. Wer lernt
loszulassen, der lernt frei zu sein.

Im Handgemenge eines Kampfes hält man sich gerne am Gegenüber fest,
um Kontrolle, Sicherheit und Beständigkeit in den Moment zu bringen.
Doch das stete Festklammern kostet nicht nur unnötig Kraft, es schränkt
zudem auch die Bewegungsfreiheit ein.

*Eine Hand die sich FESTHÄLT, kann nicht Schlagen!
Alles was wir an uns nehmen, müssen wir früher oder später gehen lassen.


Entfernen

Hau ab so schnell dich deine Beine tragen können!!
Wie schon im Kapitel *Die Distanz im Kampf erwähnt, ist Flüchten eine
der sichersten Selbstschutz Methoden.
Manchmal ist es aber unmöglich vor einer Konfrontation oder einem Problem zu fliehen und man muss für seine Freiheit einstehen und Leistung erbringen.
Sind die schwersten Hürden überwunden, steht es einem frei los zu lassen
und weiter des Weges zu gehen.

Was bedeutet „die Balance übernehmen“?

Die Zentralachse wird aus dem Lot gebracht und auf ihrem Drehpunkt aufgestützt. Sobald die Achse aufgestützt ist, wird sie weiter zur Spitze der Schwerpunktausdehnung (45°) gekippt. Ab diesem Punkt ist das Ausreizen der Balance Fingerspitzenarbeit.

Um die Balance des Gegners zu kontrollieren, muss der Drehpunkt den Proportionen angepasst werden…

Kleine werden übers Knie gelegt.

Mittlere über die Hüfte gehoben.

Grosse auf die Schulter gezogen.

By | 2018-04-20T15:56:16+00:00 Juni 24th, 2016|Allgemein|0 Comments

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