Wasser – Etappe 3 (Teil 1)

Wasser – Etappe 3

Schwerpunkt: Kontertechnik / Falle stellen

„Leere deinen Geist. Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse
gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser
kann fließen und schmettern. Sei Wasser, mein Freund.“ Bruce Lee

Was lerne ich?

  • Kontertechniken
  • A.S.C.- Systemform Teil 1-3 (YIN)
  • Entledigungstechniken Stufe 3
  • „Die vier Formen der Falle“

Vorstellungskraft
Für Wasser gilt stets der Weg des geringsten Wiederstandes.
Werfen wir einen kleinen Stein in einen ruhigen Teich, so weicht die Wasseroberfläche
dem Aufprall des Steins, verschlingt ihn und lässt ihn auf seinem Grund ruhen.
Werfen wir viele kleine Steine, weicht die Oberfläche erneut und sie tut dies immer wieder,
doch passt auf, der eine oder andere Wasserspritzer wird uns treffen.
Werfen wir nun einen grossen Stein, so wird der Teich sich erheben und uns nasse Füsse bescheren.
Ohne eine Krafteinwirkung bleibt Wasser ruhig und träge.

Technik
Die Systemform wird in dieser Etappe als konstanter Fluss unterrichtet und erstmals
mit allen Bewegungselementen der Grundschultechniken praktiziert. Mit dem
Ziel den Bewegungsablauf zu verinnerlichen, um die Anwendungen effizienter Abrufen zu können.
Der Übergang von einzelnen Elementen, zu einer durchgehenden Einheit, verlangt
etwas Geduld. Mit regelmässigem Training ist es nur eine Frage der Selbstdisziplin,
sich das Beherrschen der *YIN Form anzueignen.
Die Katas und Formen die in den zahlreichen Kampfstilen vertreten sind, haben alle einen
tieferen Sinn. Leider werden diese oft falsch interpretiert oder nur oberflächlich betrachtet.
Wird eine Form wahrhaftig verstanden, ist sie ein unschätzbar wertvolles Instrument für
Körper und Geist.

Die Form zwingt einem nicht in die Struktur, sie will uns nur zeigen wo wir sie finden.
Haben wir dies einmal verinnerlicht, bekommt das Training eine ganz neue Dynamik.

Verständnis-Fragen (Teil 1)

  • Um eine neue Bewegung zu beginnen, muss ich die alte Bewegung … ?
  • Wie funktioniert das Konzept der Vorstellungskraft in der realen Umsetzung?

Um eine neue Bewegung zu beginnen, muss ich die alte Bewegung … ?
… loslassen!

Im Element Wasser wird das „Loslassen“ noch einmal vertieft, mit dem Ziel ein besseres Gespür
für das Ende einer Aktion zu bekommen. Oft finden wir uns am Ende einer Bewegung in einem festen Spannungszustand wieder. Diese muskuläre, innere Anspannung muss sich lösen, bevor eine neue, effiziente Bewegung entstehen kann.
Bevor wir z.B. schlagen, sind wir entspannt. Beim Aufprall gelangt unser Körper in eine strukturelle Spannung, solange diese Spannung aktiv ist, kann keine fliessende Bewegung enstehen. So muss sich unsere Muskulatur erst enstpannen, um erneut explosionsartig eine weitere Aktion auszuführen.
Stellen wir uns mal vor der Mensche bestehe grössten Teils aus Wasser 😉 Halten wir das Wasser zentral im Körper, sind die Glieder inaktiv. Leiten wir Wasser in die Arme, so beginnen sie sich zu füllen, wie ein Feuerwehrschlauch gewinnen sie nach und nach an Form, Struktur und Spannung.
Diese Spannung durchleben wir beim Aufprall eines Schlages, überschreitet die Bewegung ihr strukturelles Ziel, muss das Wasser wieder zurückfliessen, um für Entspannung zu sorgen und die Mobilität der Arme zu gewährleisten.

Wie funktioniert das Konzept der Vorstellungskraft in der realen Umsetzung?

1. Für Wasser gilt stets der Weg des geringsten Widerstandes.

– Ausweichen -> Abwehr -> Lücken bearbeiten

2. Werfen wir einen kleinen Stein in einen ruhigen Teich, so weicht die Wasseroberfläche
dem Aufprall des Steins, verschlingt ihn und lässt ihn auf seinem Grund ruhen.

Einzelne Aktionen des Angreifers werden von
ihrem ursprünglichem Ziel abgebracht und ins
Leere fliessen gelassen. Solange kein
Handlungsbedarf besteht, wird kein
Konter angestrebt.

3. Werfen wir viele kleine Steine, weicht die Oberfläche erneut und sie tut dies immer wieder,
doch passt auf, der eine oder andere Wasserspritzer wird uns treffen.

Kurze, lockere Schläge können nicht unter Wasser gezogen werden.
Stürzt sich der Angreifer allerdings mit dem gesammten Körpergewicht in eine
Aktion, wird sein Aufprall auf dem Wasser einem Kopfsprung auf Beton gleichen.

4. Werfen wir nun einen grossen Stein, so wird der Teich sich erheben und uns nasse Füsse bescheren.

Werden wir mit einer hohen Bewegungskadenz angegriffen,
nutzen wir jede sich ergebende Lücke zwischen den
Bewegungen, um Gegentreffer zu landen und den
Angriff in sich selbst zu ertränken. Durch die Schläge
und Tritte des Angreifers ergeben sich die Lücken ganz
von alleine, unser Ziel ist es auf dem einfachsten Weg
genau diese Stellen mit Kontertechniken zu bearbeiten.

5. Ohne eine Krafteinwirkung bleibt Wasser ruhig und träge.

Ohne Angriff ergibt sich kein Grund zur Verteidigung. Wir warten ab und reagieren erst wieder auf
erneute Aktionen des Angreifers.

By | 2018-04-20T15:56:16+00:00 Juli 25th, 2016|Allgemein|0 Comments

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