Feuer – Etappe 4 (Teil 1)

Feuer – Etappe 4 (Teil 1)

Schwerpunkt: Offensive / Angriff als Verteidigung

Feuer ist reine Offensive. Es hinterlässt nur Schutt und Asche. Gnadenlos zerstört es jede Form von Wiederstand.
Wer sich im Temperament dieses Elements verliert, wird viel Leide und Schmerz in seinem Umfeld entfachen.
Lassen wir ein Feuer wild und ungezügelt brennen, bleibt am Ende, wenn es erloschen ist, nur noch die Dunkelheit.
Lerne das Feuer in dir zu beherrschen, lenke es in Bahnen und entfache es nur dann, wenn es dir Leib und Seele rettet.
Jeder Schlag könnte der eine sein, der dich auf eine Reise durch den dunkeln Pfad schickt.

ASC-Ying-Yang-Feuer

Angriff als Verteidigung bedeutet kurz und knapp, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Die offensiven Techniken sind taktisch aufgebaut, mit dem Grundgedanken einem trainierten Angreifer gegenüber zu stehen.

Die taktischen Leitsätze lauten wie folgt:

– Bekämpfe den Gegner da, wo er nicht ist. (Sunzi, Die Kunst des Krieges)
– Setzte Tragende Elemente in Brand und die Struktur wird zusammenbrechen
– Lege mehrere Feuer gleichzeitig, um vom Brandherd abzulenken
– Wer eine Festung einnehmen will, muss erst die Mauern niederbrennen

Die ausführliche Erklärung zu den Leitsätzen, bleibt dem Unterricht vorbehalten.

Die YANG Form

Im Verlauf der vierten Etappe werden dem ersten Teil der Systemform erweiterte Techniken hinzugefügt, die den Bewegungsablauf der Grundschule ergänzen. Alle neu erlernten Folgebewegungen sind gezielte Angriffe. Erst wenn diese durch Form- und Strukturtraining an Perfektion gewinnen und das Gefühl für Distanz und Wirkung der Attacken vorhanden ist,
kann der Schüler seine Fähigkeiten im technischem Training, Drill und Sparring erweitern.
Die YANG Form wird schnell und mit Kraft trainiert, angetrieben vom inneren Feuer.

*Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung)

Verständnis-Fragen (Teil 1)

  • Was ist das innere Feuer?
  • Was ist der dunkle Pfad?

 

Was ist das innere Feuer?

Das innere Feuer steht für unser Temperament. Wut, Zorn, Hass, Freude, Euphorie alle Gefühlslagen die uns in Wallung bringen, das Blut an den Siedepunkt jagen und teil im kompletten Kontrollverlust enden, sind Feuer getriebene Emotionen.

Lernen wir diese treibende Kraft in Bahnen zu lenken und stets die Selbstbeherrschung zu wahren, sind wir auf dem besten Weg, das innere Gleichgewicht zu erlangen.

Das Feuer in uns ist nicht nur dazu da, im Kampf die Intensität der Angriffe zu verstärken, es dient uns genau so viel im Alltag, wenn wir für die Rechte anderer oder für unsere eigenen einstehen. Versuchen wir andere zu Überzeugen oder in Bewegung zu bringen, so muss man das Feuer in uns spüren, damit der Funke überspringt.

Die Folgen beim falschen Umgang mit seinem inneren Feuer können verschiedene Folgen haben. Wer sein Feuer schluckt und nie Dampf ablässt, wird irgendwann explodieren oder mit einem Geschwür enden. Wer aus jedem Funken einen Flächenbrand werden lässt, gilt im allgemeinen als Choleriker. Die gebrannten Kinder unter uns, auch die die bereits erwachsen sind, lösen sich auf physischem Weg von ihrem Feuer, in dem sie andere „in Brand stecken“, sie körperlich verletzen und so versuchen ihrem Feuer Freiraum zu verschaffen.

Lerne das Feuer in dir zu beherrschen, lenke es in Bahnen und entfache es nur dann in seinem vollen Potenzial, wenn es dir Leib und Seele rettet. Jeder Schlag könnte der Eine sein, der dich auf eine Reise durch den dunkeln Pfad schickt.

Was ist der dunkle Pfad?

„Der dunkle Pfad“ hat keinen Zusammenhang mit religiösen Ansichten oder irgendwelchen Hollywood Filmen. Es ist die Wirkung auf andere, wie man sie einsetzt und welche Ziele man verfolgt. Im Leben geraten wir oft schneller auf Abwege als uns lieb ist.

So könnte man sagen, dass ein Mann der sein Lebensunterhalt mit kriminellen Geschäften verdient und im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht, auf die schiefe Bahn geraten ist und sich auf dem dunkeln Pfad bewegt.

Der tapfere Krieger der seine Heimat und seine Familie verteidigt und dafür widerwillens über Leichen geht, begibt sich ebenso auf den dunkeln Pfad.

Schlagen wir einen Angreifer zu Boden und treten auf ihn ein, obwohl kein Anlass mehr dazu besteht, bewegen wir uns auf dem dunkeln Pfad.

Auf Abwegen…

Gute Seelen die den dunklen Pfad einschlagen, finden sich oft am Ende
Ihres Weges als genau die düstere Kraft wieder, welche sie auf die dunkle Reise geschickt hat.

Bekämpfst du Feuer mit Feuer, bedenke stets, dass du dazu auch brennen musst!

Begibt sich eine neutrale Seele, die weder gut noch böse kennt, auf den selben Pfad,
so wird sie für die Dunkelheit selbst zum bedrohlichen Schatten.
Am Ende wird weder Schutt noch Asche übrig bleiben, sie lässt nichts zurück.

Wer weder gut noch böse kennt, wird sein treiben nur nach dessen Perfektion bewerten und vor nichts zurückschrecken.

Wandelt eine Seele bereits auf dem dunkeln Pfad, so sollte sie immer darauf achten in Richtung Licht zu gehen. Denn aus der tiefen Dunkelheit findet man schwer hinaus.

Verweile nicht in der Dunkelheit, sie entzieht dir das innere Licht, welches du Seele nennst.

Wer die Dunkelheit im Herzen trägt, gilt als Bewahrer des dunkeln Pfades.
Ohne sie würde dieser Pfad nicht existieren

Auf welchem Pfad willst du wandeln, wenn ihn niemand pflastert?

 

Der Pfad der Erleuchtung

Um auf den Weg der Erleuchtung zu gelangen, muss man zu folgendem bereit sein:

  • Nimm an was kommt, lass los von vergangenem, lebe im Hier und Jetzt
  • Sei dir deiner Emotionen bewusst und lerne sie zu verstehen
  • Finde einen Weg zu dir selbst, dem Ich hinter dem Ich
  • Sei dir der Vergänglichkeit jedes Atemzugs bewusst
  • Erkenne dich selbst, bevor du urteilst. Ich bin du und du bist ich
  • Alles ist eins, Besitz ist nur Illusion. Wir kommen mit leeren Händen, wir gehen mit leeren Händen.

 

im nächsten Blog werden die nächsten beiden Verständnis-Fragen erläutert 

By | 2018-04-20T15:56:16+00:00 August 9th, 2016|Allgemein|0 Comments

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